Casino Esplanade: Fotokulisse für Minna von Barnhelm im Deutschen Schauspielhaus

Hamburg, 19. 10. 2007. Am Freitag, den 26. Oktober 2007, geht im Deutschen Schauspielhaus zu Hamburg der Premierenvorhang hoch: Gegeben wird Gotthold Ephraim Lessings „Minna von Barnhelm“. Zuvor kann sich Hamburgs Theaterwelt im wahren Sinne des Wortes ein Bild über die Minna-Darstellerin machen: Marie Leuenberger wurde für einen Vorbericht der Welt am Sonntag im Casino fotografiert und portraitiert. Vielleicht stimmt das die Premierenbesucher ein auf das Lustspiel, das zur Uraufführung 1767 ein Erfolg war. Der zeitgenössische Chronist und Dichter Heinrich Christian Boie notierte damals, „der Geschmack des Hamburgischen Publikums sei…höchst verdorben“ gewesen.

Marie Leuenberger erhält zudem den diesjährigen Nachwuchspreis der Freunde des Deutschen Schauspielhauses e.V.. Im Anschluss an die Vorstellung von Minna von Barnhelm am 11. November wird der Preis der Minna-Darstellerin überreicht.

Das Stück: Ein Major Tellheim mag die von ihm geliebte Minna nicht heiraten, weil er knapp bei Kasse ist und sich darob schämt. Minna und ihre Zofe versuchen daraufhin, den Major umzustimmen, um dem Glück der zwei so unglücklich Liebenden eine positive Wendung zu geben: „Corriger la Fortune“. Die Frauen helfen dem Glück auf die Sprünge.

Und weil sich das im Casino am besten ins Bild setzen läßt, wurde am Roulettetisch fotografiert. Für Minna-Darstellerin Leuenberger eine echte Premiere. Für Lessing ist Hamburg dagegen bekanntes Pflaster. 1767 kam er für drei Jahre als Dramaturg und Berater an das Hamburger Nationaltheater. Das Haus wurde allerdings schon 1769 aus finanziellen Gründen geschlossen. Zuvor wurde hier das Stück Minna von Barnhelm aufgeführt. Am 8. Oktober 1776 heirateten er und Eva König in Jork bei Hamburg.