WSOP 2008: Martin Kläser erreicht den Final Table

Event #43: USD 1.500 Pot-Limit Omaha Hi-Lo, Tag zwei

Der deutsche Martin Kläser bestimmte am zweiten Tag beim Pot-Limit Omaha Hi-Lo das Geschehen. Zwar musste er zu Beginn des Tages gleich ein Viertel seiner knapp 80.000 Chips gegen Erik Seidel abgeben, aber danach lief es wie am Schnürchen für den 21-Jährigen. Eine knappe Stunde später eliminierte Kläser den Russen Vladimir Poleshchuk und lag mit 170.000 bereits an der Spitze des Chipcounts. Jetzt war der Kölner kaum noch zu halten, eliminierte weitere Spieler und baute seinen Stack auf fast 400.000 Chips aus. Gary Hutzler callte ein Raise des Deutschen auf 28.000 vom Big Blind und der Flop brachte K [key:card_diamonds] J [key:card_clubs] 5 [key:card_clubs]. Beide Spieler checkten, doch nach der 6 [key:card_hearts] am Turn raiste Hutzler auf 60.000 und Kläser ging prompt all-in. Hutzler musste sich einmal schütteln, callte aber für seine letzten 60.000 mit A [key:card_spades] 8 [key:card_spades] 7 [key:card_diamonds] 2 [key:card_spades], während Kläser 10 [key:card_hearts] 6 [key:card_clubs] 4 [key:card_hearts] 2 [key:card_clubs] umdrehte. Eine Lowhand war für beide Spieler nach der Q [key:card_diamonds] am River nicht gekommen, aber Kläser hatte ja die Sechs getroffen und räumte damit den bis dahin größten Pott des Abends ab.

Am Ende gab Kläser noch einen großen Pott an Erik Seidel ab, der damit zu Kläser aufschloss, dennoch wird er als Chipleader, knapp vor Seidel, an den Finaltisch gehen.
Für Team-PokerStars-Pro Joe Hachem verlief das Turnier nicht wie erhofft. Der Australier musste sich auf Rang 35 verabschieden, was ihm das Taschengeld von USD 4.619 einbrachte. Hachem verlor gleich zu Beginn einen Großteil seiner Chips mit A A K 9 gegen Daniel Klein, der mit A 9 7 2 all-in war und zwei Paare gegen die Asse von Hachem traf. Der Weltmeister von 2005 sackte auf 21.000 ab und erholte sich nicht mehr.

Ein paar Plätze weiter vorn, allerdings in der gleichen Preisstufe wie Hachem, landete der Österreicher Sigi Stockinger als 28.

Hier die neun Finalisten und die (inoffiziellen) Chipcounts:

Martin Kläser 345.000
Erik Seidel 320.000
Michael Fetter 290.000
Tom Chambers 283.000
Jonathan Maren 210.000
Casey Kastle 170.000
Larry Wright 150.000
Joseph Haddad 135.000
Chad Burum 120.000

Die Payouts am Finaltisch:

1. USD 216.249
2. USD 137.985
3. USD 83.538
4. USD 68.304
5. USD 56.019
6. USD 44.226
7. USD 34.389
8. USD 27.027
9. USD 19.656

Event #42: USD 1.000 Seniors World Championship, Finaltisch

Nachdem es am Vortag bis tief in die Nacht dauerte, ehe die neun Finalisten der Seniors World Championship feststanden, wurde am Final Table ein echtes Feuerwerk abgebrannt und nach nicht einmal fünf Stunden stand mit dem Rentner Dan Lacourse der Sieger fest.

Der erster Spieler, der sich verabschieden durfte, war nach 20 Minuten Marty Wilson. Nach einem Raise von Fred Berger auf 90.000, marschierte Wilson mit seinen 430.000 all-in und wurde nach einiger Bedenkzeit gecallt. Wilson drehte Pocket-Achten um, Berger A [key:card_hearts] Q [key:card_clubs] und der Flop brachte Q [key:card_hearts] Q [key:card_diamonds] K [key:card_hearts]. Turn und River änderten nichts und Wilson durfte zur Kasse, um sich ein Preisgeld von USD 34.312 abzuholen.

Keine halbe Stunde später folgte Ed Clark auf Rang acht für ein Preisgeld von USD 49.450. Clark war mit 504.000 Chips gestartet und reraiste vom Big Blind mit A [key:card_spades] 7 [key:card_diamonds] all-in, nachdem Marc Fluss vom Button auf 150.000 erhöht hatte. Fluss hielt Pocketnines und traf am River sogar sein Set. Rang sechs ging an Peter Silverstein, der nicht einmal mehr den Big Blind (40.000) bezahlen konnte und mit 2 [key:card_diamonds] 4 [key:card_diamonds] zwangs-all-in ging. Lacourse isolierte ihn mit A [key:card_spades] Q [key:card_hearts] und machte daraus eine Straight. Silverstein musste sich mit USD 64.588 zufriedengeben.

Etwas später ging es dann Schlag auf Schlag. Charles Wood räumte seinen Stuhl als Sechster (USD 84.771), Fred Berger als Fünfter (USD 106.974) und Jerry Yamachika als Vierter (USD 131.194), sodass nur drei Spieler das nächste Break erreichten.

Und auch nach der 20-minütigen Pause nahm das Tempo nicht ab. In der ersten Hand kam es zum Battle of the Blinds zwischen Lacourse (SB) und Marc Fluss (BB). Der Flop zeigte 6 [key:card_diamonds] 5 [key:card_clubs] 3 [key:card_clubs] und plötzlich kam Bewegung in die Hand. Lacourse setzte 160.000 und Marc Fluss ging für rund 800.000 Chips all-in. Lacourse überlegte kurz, callte und drehte Q [key:card_spades] 4 [key:card_diamonds] um. Fluss zeigte 6 [key:card_spades] 10 [key:card_spades] für Top-Pair, die Turncard war die 8 [key:card_spades] und der River brachte Lacourse die 2 [key:card_clubs] zur Straight. Platz drei und USD 156.424 also für Marc Fluss.

Im Heads-up führte Lacourse mit 4,1 Millionen zu 2,5 Millionen in Chips und wieder ging es ruck-zuck. Eberle raiste vor dem Flop auf 180.000, Lacourse callte und der Flop zeigte 9 [key:card_hearts] 9 [key:card_spades] K [key:card_spades]. Lacourse checkte, Eberle setzte 200.000 und wieder folgte der Call. Nach der 2 [key:card_diamonds] am Turn checkte Lacourse erneut, um diesmal nach der Bet von Eberle all-in zu raisen. Eberle callte ziemlich schnell und zeigte K [key:card_diamonds] 4 [key:card_diamonds], doch Lacourse hatte mit 9 [key:card_diamonds] 7 [key:card_hearts] Trips gemacht. Die 8 [key:card_diamonds] am River setzte den Schlusspunkt unter ein rasantes Finale bei den Senioren. Dan Lacourse gewann das Bracelet, USD 368.832 Prämie und Runner-up Dale Eberle konnte sich über USD 235.141 Preisgeld freuen.

Das Ergebnis:

1. Dan Lacourse USD 368.832
2. Dale Eberle USD 235.141
3. Marc Fluss USD 156.424
4. Jerry Yamachika USD 131.194
5. Fred Berger USD 106.974
6. Charles Wood USD 84.771
7. Peter Silverstein USD 64.588
8. Ed Clark USD 49.450
9. Martyn Wilson USD 34.312

Event #44: USD 1.000 No-Limit Hold’em mit Rebuys, Tag eins

Natürlich war trotz des H.O.R.S.E.-Events auch beim USD 1.000-Rebuy-Turnier jede Menge Prominenz anwesend. Vom Team-PokerStars-Pro hatten sich Noah Boeken, Humberto Brenes (Foto), Vanessa Rousso, Hevad Khan und Victor Ramdin im Amazon Room eingefunden. Dazu gesellten sich beispielsweise der Sieger der EPT-Kopenhagen Tim Vance, Sorel Mizzi, Scott Clements, JC Tran, Darrell Dicken, Legende Amarillo Slim Preston und viele, viele mehr. Aus deutscher Sicht konnten wir unter anderem Johannes Strassmann, Hanno Offen und Christiane Kletsch an den Tischen ausmachen.

Insgesamt waren es nach der Registrierungsphase 879 Spieler, die insgesamt 2.508 Rebyus und Add-ons zahlten und den Preispool damit auf USD 3.240.392 hochschraubten. Zum Vergleich, beim ersten Rebuy-Event (#5) waren es 766 Spieler die 2.258 Rebuys und Add-ons in Anspruch nahmen (Preispool USD 2.923.035).

Am Ende waren nur rund 116 Spieler übrig, die noch Chancen auf die Siegprämie von USD 693.392 haben. Ganz vorn im Chipcount liegt Curtis Kohlberg mit ca. 150.000 Chips, vor Darrel Dicken (120.000). Ebenfalls gut dabei sind Terrence Chan (95.000), JC Tran (70.000) und Men Nguyen (60.000). Humberto Brenes hat mit ca. 30.000 in Chips abgeschlossen, Noah Boeken dagegen hält nur etwas mehr als 10.000.

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