WSOP 2008: Die Events #46 bis #48

Event #46: USD 5.000 No-Limit Hold’em Shorthanded, Tag zwei

Es waren noch einige bekannte Namen unter den 96 Pokerspielern, die zum zweiten Tag des USD 5.000-Shorthanded-Events zurück an die Tische kamen. Insgesamt 78 schafften den Sprung ins Geld, darunter auch der Schwede Philip Yeh (73./USD 8.323), Glen Chorny (69./USD 8.323), Jason Mercier (51./USD 10.972), David Ulliott (47./USD 12.107), Tony Hachem (39./USD 14.377) und Shannon Shorr (28./USD 20.430).

Von den beiden verbliebenen deutschen Spielern schied Johannes Strassmann leider vor den bezahlten Plätzen aus. Eddy Scharf dagegen hielt lange durch, bis Rang 22 um genau zu sein, denn dann gab er seine restlichen Chips an den frischgebackenen Bracelet-Sieger Davidi Kitai (Event #41) ab. Scharf war nach dem Raise des Belgiers mit A 10 all-in gegangen und konnte sich gegen das Paar Achten nicht verbessern. So blieb dem Kölner ein Preisgeld von USD 26.106 als Trostpflaster für eine insgesamt starke Leistung.

Team-PokerStars-Pro Bertrand Grospellier war als Fünfter in Chips in den zweiten Tag gestartet und übernahm bei noch 41 Spielern mit 470.000 Chips sogar die Führung. So ging es dann auch weiter, bis die Marke von einer Million geknackt war. Leider konnte ElkY diese Position nicht halten. Im Gegenteil, am Ende wurde es richtig eng für den Franzosen. Bei noch 16 Spielern rutsche er auf Platz 13 im Chipcount ab und die Finalteilnahme war stark gefährdet, schließlich besteht der Finaltisch beim Shorthanded nur aus sechs und nicht aus neun Spielern.

Und tatsächlich war wenig später Endstation für Grospellier. Kurz vor der letzten Pause raiste ElkY vor dem Flop mit A [key:card_hearts] J [key:card_spades] auf 27.000, wurde von Richard Lyndaker gecallt und der Flop brachte J [key:card_clubs] 8 [key:card_spades] 4 [key:card_hearts]. Lyndaker checkte, ElkY setzte 42.000 und wurde gecallt. Der Turn brachte die 7 [key:card_spades] und es gingen weitere 50.000 in die Mitte. Nach der 8 [key:card_diamonds] am River das gleiche Spiel: Lyndaker checkte, ElkY setzte 100.000 und war damit schon all-in. Wieder folgte der Call und im Showdown drehte Lyndaker Pocketaces um. Platz 16 bedeutet für den Team-PokerStars-Pro ein Preisgeld von USD 31.781.

Lyndaker dagegen liegt bei noch 13 Spielern mit 870.000 an dritter Stelle des Chipcounts. Davor liegen Edward Ochane (1,3 Millionen) und Samuel Trickett (950.000). Auf Rang vier hat sich Alex Jacob eingependelt (780.000) und Davidi Kitai ist ebenfalls noch im Rennen (640.000). Wer schließlich den Einzug an den Finaltisch schafft, werden wir nach Beendigung von Tag zwei nachreichen. Es kann noch eine lange Nacht im Amazon Room werden.

Event #47: USD 1.500 Seven Card Stud Hi-Lo, Tag zwei

Nach dem Erfolg der Luckbox bei der World Championship Seven Card Stud Hi-Lo war beim kleineren USD 1.500-Event in dieser Disziplin kein Spieler aus dem deutschsprachigen Raum in den Preisgeldrängen zu finden. Dort platzierte sich allerdings Phil Hellmuth, der auf Rang 33 (USD 2.895) landete und damit bereits seinen dritten Cash in diesem Jahr sicherstellte.

Mit dem Einzug ins Finale hatte er allerdings nichts zu tun, ganz im Gegensatz zu David Sklansky und Men The Master Nguyen, die bei noch 19 verbliebenen Spielern mit 51.000 bzw. 56.000 in Chips noch gut im Rennen lagen. Für Nguyen folgte dann auf Rang 17 (USD 4.752) doch das Aus. Nachdem er zuvor schon ein paar Chips abgegeben hatte, war er in einer Hand gegen Mike Hefer auf der 5th Street schon all-in. Hefer kaufte auf der sechsten Straße ein As zum besseren Low und auf der siebten Straße ein zweites Paar, das dann auch für die High-Hand reichte.

Zurzeit befinden sich immer noch 15 Spieler im Turnier. Sieben müssen also noch eliminiert werden, ehe der Finaltisch für Sonnabend feststeht. Wer dort mit welchem Chipcount Platz nimmt, liefern wir nach, sobald die offiziellen Zahlen vorliegen.

Event #48: USD 2.000 No-Limit Hold’em, Tag eins

Christiane KleczGroßer Andrang herrschte am Freitag im Rio All-Suite Hotel & Casino. Ein USD 2.000-No-Limit-Hold’em-Turnier stand auf dem Programm und 2.317 Pokerspieler sorgten für einen sensationellen Preispool von USD 4.216.940. Die Struktur war auch bei diesem Event sehr straff, sodass die Teilnehmer fast im Minutentakt ihre Plätze räumen mussten. Unter den Spielern befanden sich auch einige deutsche Spieler, wie beispielsweise Andreas Krause, Jan von Halle, Michael Durrer, Tillmann Ebeling, Alex Jung, Niklas Heinecker oder Jan Heitmann.

Von den Internationalen verabschiedeten sich unter anderem Erik Seidel, Joe Sebok, T. J. Cloutier, J. C. Tran, Stig Top Rasmussen, William Thorson, Noah Boeken, Hevad Khan und Victor Ramdin vorzeitig an die Rails.

Mit dem Erreichen der 198 bezahlten Plätze war dann nach zehn Levels auch Tag eins beendet und für eine deutsche Pokerspielerin sieht es noch richtig gut aus. Christiane Klecz wurde zuletzt mit 46.000 Chips gesichtet. Die offiziellen Chipcounts liegen zwar noch nicht vor, aber zumindest ist die Deutsche schon sicher im Geld und hat einen spielbaren Stack. Die Blinds beginnen am Sonnabend bei 800/1.600 mit 200 Ante und 46.000 Chips würden genau Average bedeuten.

Neben Klecz sind noch Spieler wie David Pham, Erica Schoenberg, Kerill Gerasimov oder Trond Eidsivig mit von der Partie.

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