WSOP 2008: Bracelets für Joe Commisso und Ryan Hughes

Event #46: USD 5.000 No-Limit Hold’em Shorthanded, Finaltisch

Vier Amerikaner und zwei Europäer (Shortstack Davidi Kitai aus Brüssel/Belgien und Sam Trickett aus Nottingham/England) hatten den Finaltisch in diesem ziemlich lukrativen Turnier erreicht.

Vor dem finalen Showdown stellte sich die Lage wie folgt dar:

1. Richard Lyndaker 2.345.000
2. Joe Commisso 1.961.000
3. Tom Lutz 1.493.000
4. Sam Trickett 1.000.450
5. Edward Ochana 928.000
6. Davidi Kitai 298.000

Das Spiel wurde in Level 22 (Blinds: 12.000/24.000, Ante: 3.000) wieder aufgenommen und erwartungsmäß wurde Kitai als erster Spieler an die Rails geschickt, als er mit 10 [key:card_spades] 10 [key:card_clubs] in K [key:card_clubs] K [key:card_spades] von Richard Lyndaker rannte. Drei Asse auf dem Board brachten Lyndaker das höhere Full House und dem Belgier (Bracelet-Gewinner im USD 2.000 Pot-Limit Hold’em) Platz sechs und immerhin USD 120.693.

Level 23 (Blinds: 15.000/30.000, Ante: 4.000) war gerade mal fünf Minuten alt, da musste der bis dahin sehr ambitioniert spielende Tom Lutz seinen Platz am Finaltisch verlassen. Der Mann aus Dayton/Ohio hatte A [key:card_hearts] A [key:card_diamonds] im Pocket gefunden und demenentsprechend hoch angesetzt. Richard Lyndaker callte zunächst. Auf den Flop (9 [key:card_clubs] Q [key:card_clubs] 8 [key:card_hearts]) lieferten sich die beiden Spieler eine Raise/Reraise-Schlacht, die in das All-in von Lutz mündete. Der war schwer schockiert, als sein Gegner 9 [key:card_hearts] 9 [key:card_spades] umdrehte. Turn und River brachten nur Blanks und somit das Aus für Lutz, der für seinen fünften Platz USD 174.041 kassierte.

Noch im selben Level spielte nur noch ein Trio um die Siegprämie. Und wieder verlor die weitaus bessere Starthand: Sam Trickett hatte K [key:card_hearts] K [key:card_spades] gefunden, Joe Commisso 6 [key:card_hearts] 6 [key:card_diamonds]. Bereits auf dem Flop erschien 6 [key:card_clubs]. Die übrigen Karten brachten dem Engländer keine Verbesserung. Platz vier und USD 245.927 für ihn.

In der Folgezeit dominierte Joe Commisso als überlegener Highstack den Tisch, ohne zunächst allerdings eine Entscheidung herbeiführen zu können. Erst in der 69. Hand des Tages (Blinds: 20.000/40.000, Ante: 5.000) war die Messe für den notorischen Smallstack Edward Ochana gelesen, als er nur ein geflopptes Paar Zehnen voweisen konnte, Richard Lyndaker aber mit J [key:card_clubs] 7 [key:card_clubs] eine perfekte Jack-high-Straight gefunden hatte. Der dritte Platz war für Ochana aber wie Weihnachten und Neujahr zusammen, denn bei seinem allerersten registrierten Turnier-Cash bei seiner ebenfalls ersten WSOP kassiert der junge Familienvater stolze USD 368.891.

Das Heads-up zwischen Joe Commisso und Richard Lyndaker war eine ziemlich zähe Angelegenheit, schließlich betrug der Unterschied zwischen Rang eins und zwei glatte USD 340.000! Waren bisher 69 Hände gespielt, so dauerte es danach weitere 209 Hände ehe der Sieger feststand. In Zeit ausgedrückt waren lange sechs Stunden Heads-up vergangen, als schließlich Richard Lyndaker mit 1,8 Millionen und 9 [key:card_spades] 7 [key:card_hearts] all-in ging und von Joe Commisso mit A [key:card_diamonds] Q [key:card_spades] gecallt wurde. Gleich im Flop kam eine Queen und Lyndaker half auch die am River nichts mehr. Das Finale des USD 5.000-Shorthanded-Events war entschieden und Joe Commisso um ein Bracelet und USD 911.855 reicher. Runner-up Richard Lyndaker nahm satte USD 570.551 in Empfang.

Das Ergebnis:

1. Joe Commisso USD 911.855
2. Richard Lyndaker USD 570.551
3. Edward Ochana USD 368.891
4. Sam Trickett USD 245.927
5. Tom Lutz USD 174.041
6. Davidi Kitai USD 120.693

Event #47: USD 1.500 Seven Card Stud Hi-Lo, Finaltag

Aus Zeitgründen war dieses Turnier am Vortag unterbrochen worden, als noch 13 Spieler an den Tischen saßen. Es dauerte immerhin noch gut drei Stunden, bis die Besetzung des Final Tables mit folgenden acht Spielern endgültig feststand:

Jonas Klausen
Ryan Hughes
Alessio Isaia
Ron Long
Tim D’Alessandro
Thomas Hunt III
Joshua Feldman
David Sklansky

Für Joshua Feldman und David Sklansky, die am Ende des Chipcounts standen, war es dann ein kurzes Vergnügen am Finaltisch. Sklansky, der auf sein erstes Bracelet seit 25 Jahren wartet, hielt vor seiner letzten Hand nur noch 10.000 in Chips und die teilten sich D’Alessandro, der mit drei Assen die High-Hand gewann, sowie Hughes, der ein Low mit 2 3 4 5 7 zeigte. Sklansky blieb als Achter ein Preisgeld von USD 19.306.

Feldman investierte seine letzten Chips gegen Klausen, der schließlich mit zwei Paar Assen und Königen gegen zwei Paar Buben und Neunen die Oberhand behielt und seinen Stack auf 500.000 ausbauen konnte, während Feldman an der Kasse USD 23.019 abholen durfte.

Tim D’Alessandro wurde dann als nächster Spieler eliminiert, als er mit dem schlechteren Full House (10 10 10 3 3) gegen Thomas Hunts besseres Boat (A A A K K) den Kürzeren zog. Für seinen starken sechten Platz kassierte er immerhin USD 30.444.

In Level 21 (Ante: 3.000, Bring-in: 3.000, Completion: 12.000) musste überraschend Ex-Chipleader Jonas Klausen daran glauben. Er hatte nach der Fifth Street einen Kreuz-Flushdraw gehalten, letztlich aber nur zwei Achten gefunden. Sein Kontrahent Ron Long fand hingegen zwei Paare (J J und 6 6), die genügten, um einen enttäuschten Klausen an die Rails zu schicken. Immerhin USD 39.355 gab es für seinen fünften Rang.

Kurz vor Ende von Level 22 verabschiedete sich dann Alessio Isaia, der ab der fünften Straße jeden Einsatz von Ryan Hughes raiste und am River schließlich all-in callte. Isaia drehte zu seinen offenen 10 [key:card_hearts] 6 [key:card_hearts] 6 [key:card_diamonds] 9 [key:card_diamonds] zwei Asse und die 2 [key:card_hearts] um, doch das reichte nicht. Hughes hatte auf dem River seinen dritten König eingefangen und schnappte sich den Pot, während Isaia USD 50.122 Preisgeld blieben.

Danach ging es plötzlich rasend schnell. Hughes eliminierte mit einem Paar Dreien Thomas Hunt, der shortstacked all-in war und am Ende nur ein Paar Zweien zu bieten hatte. Platz drei brachte Hunt ein Preisgeld von USD 68.686.

Im Heads-up führte Hughes mit 1.317.000 Chips vor Ron Long mit 315.000 und hielt diesen auf Distanz. Level 24 (Betting Limits: 30.000/60.000) brachte dann die Entscheidung. Hughes entschied den 47. Event der WSOP 2008 mit 7 [key:card_clubs] 7 [key:card_hearts] 3 [key:card_spades] K [key:card_hearts] 4 [key:card_hearts] 3 [key:card_diamonds] 7 [key:card_spades] gegen Longs J [key:card_hearts] K [key:card_clubs] K [key:card_spades] 7 [key:card_diamonds] 6 [key:card_clubs] 3 [key:card_clubs] Q [key:card_diamonds] unter großem Beifall der Zuschauer zu seinen Gunsten und heimste das Bracelet sowie USD 183.368 Prämie ein. Ron Long durfte sich als Zweiter über USD 113.240 freuen.

Das Ergebnis:

1. Ryan Hughes USD 183.368
2. Ron Long USD 113.240
3. Thomas Hunt III USD 68.686
4. Alessio Isaia USD 50.122
5. Jonas Klausen USD 39.355
6. Tim D’Alessandro USD 30.444
7. Joshua Feldman USD 23.019
8. David Sklansky USD 19.306
9. James Richburg USD 15.593
10. Margaret Macre USD 15.593
11. Daniel Nicewander USD 11.880
12. David Brooker USD 11.880
13. Mike Hefer USD 8.168

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