Will Irland am großen Geschäft mitnaschen?

Von Lisa Horn

Die von dem Wirtschaftsberatungsunternehmen „DKM Economic Consultants“ veröffentlichte Studie, macht die wirtschaftlichen Auswirkungen auf einen möglichen regulierten Glücksspielmarkt in Irland deutlich.

Dabei werden sowohl die in Irland vorhandenen Casinos, als auch Online-Anbieter berücksichtigt. Die Schlussfolgerung des Reports von DKM ist, dass es in Irland ein Potential an 13.000 neuen Arbeitsplätzen gäbe und diese dem Finanzamt einen Gewinn von € 280 Millionen bis zum Jahr 2020 bringen könnten.

Der Auftraggeber dieser Studie ist die „Gaming & Leisure Association of Irland“ (GLAI). Diese wurde im November 2005 gegründet und repräsentiert die Casino-Interessen des Landes.

Basierend am EU- Durchschnitt hat DKM errechnet, im Falle einer Liberalisierung bzw. Lizensierung, dass in den nächsten 12 Jahren folgende wirtschaftliche Möglichkeiten für den lokalen irischen Glücksspielmarkt gegen wären:
  • Tausende neue Arbeitsplätze
  • Pro Jahr mehr als € 50 Millionen Einkünfte für das Finanzamt, die nur durch den Glücksspielsektor generiert wurden.
Derzeit erwirtschaftet die Glücksspiel-Industrie weltweit ca.€ 44 Milliarden pro Jahr, bis 2015 sogar € 95-130 Milliarden. Schafft es Irland erfolgreich am weltweiten Markt mitzumischen, dann hat DKM folgende Auswirkungen für die nächsten 12 Jahre kalkuliert:
  • Mehr als 10.000 neue Arbeitsplätze am IT- und Finanzsektor.
  • Die Rückläufe für das Finanzamt würden bis zu € 230 Millionen pro Jahr betragen.
Neue, attraktive Wirtschafts- und Lizensierungsmodelle könnten Irland für Glücksspiel-Unternehmen, die sich derzeit in Off-Shore Ländern wie Gibraltar oder Antigua angesiedelt haben, attraktiver machen. John Lawlor, DKM Consultant, sagt gegenüber den Medien: „So wie auch die von der Regierung in Auftrag gegebene Studie, betont auch unsere Studie dieses Fenster der Möglichkeiten für Irland. Der Online Sektor ist derzeit stark in den Off-Shore Ländern vertreten, dort gibt es aber den Nachteil an IT-Infrastruktur oder speziellen Arbeitskräften. Wir haben festgestellt, dass einige dieser Unternehmen, unter den richtigen Voraussetzungen, wieder Länder der EU bzw. auch Irland zurückkehren würden. Bis dato wurden aber die rechtlichen Gegebenheiten nicht angepasst – zu hohe Steuersätze, zu wenig Entgegenkommen der Regierungen.“

Um am weltweiten Glücksspielmarkt mithalten zu können bedarf es einer Anpassung der irischen Gesetze. Auch David Hickson von der „Gaming & Leisure Association of Ireland (GLAI)“ betont noch einmal, die wirtschaftlichen Möglichkeiten: „Diese Studie markiert eine Art von Höhepunkt in der Debatte der Regulierung…während die Studie der Regierung klar die Wichtigkeit einer Regulierung aufzeigt, im Bezug auf den Spielerschutz und juristische Handhabung (klare Gesetze), zeigt unsere Studie noch zusätzlich die wirtschaftlichen Faktoren auf.“

Die Studie ist im Detail unter http://www.glai.ie nachzulesen.