Menendez stellt erneut Gesetzesentwurf zur Förderung von Texas Hold’em Poker vor

Von Haley Hintze

Der Abgeordnete des Staates Texas, Jose Menendez (D-San Antonio) hat erneut einen Gesetzesentwurf vorgestellt, um die Verbreitung von Hold’em in Texas zu fördern. Menendez, hatte ein ähnliches Gesetzespaket bereits im Jahr 2007 vorgestellt. Der neue Versuch einer Gesetzesvorlage trägt den Titel „Poker Gaming Act of 2009“ und es wird erwartet, daß das Gesetz durch die texanische Legislative intensiv unterstützt werden wird.

Das Gesetz wurde als „House Bill (H.B.) Nr. 222 vorgestellt, dieser Gesetzesentwurf ist der Versuch Poker in Texas zu legalisieren und zu regulieren und erfolgte als Reaktion auf die zunehmende Kriminalisierung der Pokerszene in Texas. Eines der Ziele von Menendez Gesetz ist die Sicherstellung der öffentlichen Sicherheit.

Das 41 Seiten starke Gesetz besteht teilweise aus den überarbeiteten Vorschlägen, welche Menendez bereits im Jahr 2007 vorgelegt hatte. In der Gesetzesvorlage sind Anweisungen bezüglich der Vorgaben zur Zulassung von Pokeranbietern, insbesondere bestimmte bereits existierende Pari-Mutuele Outlets, die Indianerreservate, Bars und Tavernen, soziale Vereine und andere wohltätige Organisationen. Wohltätigkeitsorganisationen dürfen nur Pokerspiele anbieten, wenn max. 30% der Bruttoeinnahmen für die Turnierunkosten verwendet werden. Die lizenzierten Pokeranbieter würden unter der Kontrolle der Texas Lottery Commission stehen, welche zusammen mit anderen staatlichen Stellen ein Regelwerk erstellen wird. Alle lizenzierten Pokeranbieter würden durch die Organisation durch Dealer Levels entsprechend kategorisiert.

Das Gesetz von Menendez ruft außerdem dazu auf aus den Pokereinnahmen (durch die Lizenzierung) Rücklagen zu bilden (50% der Netto-Erlöse), welche für folgende Zwecke verwendet werden sollten:
  • Bau von Asylen zur Vermeidung von Obdachlosigkeit
  • Renovierung von Asylen welche zur Unterkunft von Obdachlosen dienen
  • Unterstützung von Obdachlosen bei der Wohnungssuche
  • Medizinische und Psychologische Betreuung für Obdachlose
  • Die Überwachung, die Entwicklung und die Implementierung von Mechanismen zur Vermeidung von Obdachlosigkeit
Die anderen 50% der Netto-Einnahmen sollen direkt in den Staatshaushalt einfließen. Turniere wären nach dem Gesetzentwurf von Menendez erlaubt, außer wenn es sich um High-Stakes Turniere handeln würde. Das Gesetz erlaubt Buy-Ins bis zu USD 100 (plus bis zu USD 30 für Unkosten). Das Gesetz berücksichtigt auch die Lizenzierung für elektronische Pokertische. In dem Gesetzentwurf befindet sich ebenso eine Regelung im Bezug auf die Kartendecks, auf welche bereits in der ersten Gesetzvorlage im Jahr 2007 eingegangen wurde. Die Regelung besagt, daß die Kartendecks nach jeweils 50 Händen ausgetauscht werden müssen, was die Kosten natürlich enorm in die Höhe treibt und dafür sorgen könnte, daß elektronische Pokertische als Alternative genutzt werden. Bonusprogramme, wie z.B. Bad Beat Jackpots wären ebenfalls erlaubt, wenn die Auszahlung für jedes dieser Bonusangebote maximal USD 250 beträgt.

Die texanische Radio Station WOAI setzte sich mit dem Abgeordneten Menendez in Verbindung und befragte ihn zu seinem neuen Gesetzentwurf. „Texas Holdem wird in Texas überall und jeden Tag gespielt,“ antwortete Menendez. Er bezog sich auf eine VFW Pokerhalle, welche für negative Presse in Texas gesorgt hat und sagte weiterhin: „Ich bin daran interessiert, daß es Plätze gibt, wo man Poker spielen und sich dabei sicher fühlen kann“.

Eine exakte Planung für den Gesetzentwurf in der nächsten texanischen legislativen Saison wurde noch nicht bekannt gegeben.