Spielbank Wiesbaden: Das – war – der – Deep-Stack – Hammer !!!

Regelmäßig der letzte Sonntag jedes zweiten Monats ist in Wiesbaden kultiger „Deep-Stack-Sunday“. Und am gestrigen 30. Oktober war es endlich wieder soweit. Dieses Sonder-Turnier der Extraklasse mit 500 Euro Buy-In, 10.000 Starting-Chips und einer Leveltime von 40 Minuten erfreut sich mittlerweile allergrößter Beliebtheit und wird in Fachkreisen sogar als das Turnier mit der deutschlandweit besten Blindstruktur gehandelt. Und da bekanntermaßen das Wiesbadener Casino für keines seiner Turniere ein Entry-Fee erhebt, weiß man auch, dass das investierte Geld gut angelegt ist, wird doch am Ende alles restlos an die Gewinner ausgeschüttet.

Dass sich die meisten Teilnehmer zu dieser deutlich höherpreisigen Veranstaltung erst am späten Sonntagnachmittag anmelden, daran hat man sich in Wiesbaden mittlerweile auch schon gewöhnt, da flattern keine Nerven mehr. Die 500 Euro Buy-In zahlen traditionell halt Viele lieber kurz vor Turnierbeginn vor Ort, anstatt wie sonst üblich schon Tage vorher online per Credit- oder Bankkarte.

Als aber am gestrigen Sonntag, dem 30. Oktober, die 60 Turnierplätze ungewöhnlich früh bereits um kurz nach 16 Uhr ausverkauft waren, schwante Pokerchef Ralf Albert, dass das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein würde. Und Albert, der gerade den vorletzten Schulungstag für zehn neue Pokerdealer vorbereitete, sollte mal wieder recht behalten. Immer weitere Pokerspieler drängten in die Poker-Arena, mussten aber von Turnierleiter Halilovic die enttäuschende Tatsache zur Kenntnis nehmen, dass das Turnier bereits ausgebucht war.

Da war das Jammern und Klagen groß. So groß, dass es bis zu den Ohren des Pokerchefs ein Stockwerk höher in den Ausbildungsräumen drang. Weil aber die Wiesbadener Deep-Stack-Sonntage bereits um 17 Uhr beginnen, musste jetzt eine schnelle Entscheidung her. Und Albert entschied schnell: Cashgame-Start mit nur einem Tisch, dafür ein zusätzlicher siebter Turniertisch. Hätte er denn ernsthaft der Versuchung widerstehen sollen, durch einen siebten Turniertisch das Preisgeld von 30.000 auf 35.000 Euro hochzuschrauben? Wohl kaum! Und alle waren es zufrieden. Fast alle, denn einigen Nachzüglern blieb nur die Warteliste und das Hoffen auf einen Nachrückerplatz. Doch da bei einer solchen Turnierstruktur in der ersten Stunde kaum ein Platz frei wird, geriet den Nachrückern das Warten zur Zitterpartie. Am Ende schafften es gerade noch zwei von ihnen in diese heißbegehrte Partie und erhöhten damit das Gesamtpreisgeld auf stolze 36.000 Euro.

Die Stimmung im Turnier war umwerfend und auch an den sieben Cashtables, fünf im Klassischen Spiel und zwei im Automatenspiel, entwickelten sich mitreißende Partien. Die Creme de la Creme traf sich schließlich um Mitternacht am Final-Tisch und zeigte noch einmal über drei Stunden lang Poker der Extraklasse. Auf Platz vier landete Oliver Feldmann, der gestern sein erstes 500er-Turnier überhaupt spielte. Er hatte einfach seine Preisgelder der vergangenen Montagsturniere in das Buy-In für das gestrige Deep-Stack-Turnier investiert und mit 3.240 Euro Gewinn eine Rendite von über 500% erzielt. Eine überaus ansprechende Investition! Die letzten drei, darunter Hans Neuberger und Clemens Habedank, einigten sich nach geschlagenen 10 Stunden „Nervenkitzel pur“ um viertel nach drei auf einen Pari-Deal und gingen mit jeweils 7.680 Euro Preisgeld glücklich aber erschöpft an die Bar.

Heute, am traditionellen Wiesbadener Profi-Montag, ist mit dem ebenfalls kultigen 200 Euro Freeze-Out-Turnier erneut eine höherpreisige Poker-Action angesagt. Auf www.spielbank-wiesbaden.de kann man die aktuelle Buchungslage verfolgen und, wenn’s eng wird, sich noch schnell per Bank- oder Kreditkarte einen Platz sichern – oder vor Ort im Casino, solange der Vorrat reicht. Über die Hälfte der 60 Plätze war am frühen Nachmittag bereits weg.

Spielbank Wiesbaden – mehr Poker geht nicht in Rhein-Main!

Die Gewinner des Turniers am Sonntag, dem 30.10.2011:

1. Hans Neuberger (D)7.680,- Deal
2. Clemens Habedank (D)7.680,- Deal
3. NN7.680,- Deal
4. Oliver Feldmann (D)3.240,-
5. NN2.520,-
6. NN2.160,-
7. Konstantin Tselios (GR)1.800,-
8. Wolfgang Werft (D)1.440,-
9. NN1.080,-
10. Pouya Pouya Majd (IR)720,-
Clemens Habedank (2) und Hans Neuberger (1)
Clemens Habedank (2) und Hans Neuberger (1)
Die Pokernacht in Zahlen:
  • 156 Pokerbegeisterte
  • 20:00 Uhr Turnierbeginn
  • 500 € Texas Hold’em Deep-Stack, Freeze-Out
  • 72 Turnierspieler
  • 7 Turniertische
  • 36.000 Preisgeldpool
  • 5 Cash-Tables im Klassischen Spiel mit Blinds 5/5 und 5/10
  • 2 PokerPro-Tische im neuen Automatenspiel mit Blinds 1/2
Turnierleiter: Stella Bette und Demir Halilovic