WSOP 2007 im Rio – Die Pokerweltmeisterschaft in Las Vegas mit Hindernissen und Problemen

Teurer Start und chaotische Hindernisse

Die Ankündigung war, dass um 9 Uhr die Schalter für die Registrierung zur WSOP öffnen. Die bewährte Praxis der Vorjahre , dass man sich schon 2 Tage vorher registrieren lassen konnte und die Buy-Ins für die Turniere bezahlte, wurde nicht wieder aufgegriffen. Nein, denn die Bürokratie hatte gewonnen.

Erst musste man sich die Players Card an einem getrennten Schalter abholen, was viele Spieler, die schon seit 7Uhr 30 in der Schlange standen um sich für das Eröffnungsturnier $ 5.000.– Limit und No Limit Mix Turnier, das Empoyee Turnier am Nachmittag ($ 500) und das $ 1500 Turnier am Samstag einzuschreiben gar nicht wussten. Wer aber seine Players Card noch nicht hatte wurde nachher wieder an das Ende der Schlange zurück geschickt. Und alle anderen wurden auf eine harte Geduldsprobe gestellt.

Richtig ärgerlich war dann aber, dass die Security den Kassensaal erst um 9 Uhr 30 öffnete und das dann alles sehr langsam vor sich ging. Das Wichtigste für Harrahs war das Unterschreiben der Verzichtserklärung für die Fernsehrechte. Das dauerte im Schnitt dann 5 Minuten, bis man endlich sein Buy-In los wurde.
Indess wurde die Schlange länger und manche Spieler mussten bis zu 3,5 Stunden warten, bis sie endlich registriert waren. Der Veranstalter muss sich etwas einfallen lassen, damit sich das Chaos nicht wiederholt.

Was mir sehr auffiel war, dass den Spielern gegenüber eine furchtbare Abzockmentaliät von Harrahs an den Tag gelegt wurde. Die Gebühr für das $ 1500 Turnier ist $ 135 und es gibt nur einen $ 10 Essensgutschein. Aber Harrahs ist dafür bekannt. Das erste Turnier hatte nach meiner Information nur 451 Spieler bei einem 1. Preis von $ 500.000.– und 46 bezahlten Plätzen.

Morgen steige ich in die WSOP ein und hoffe das ich vorne mitmischen kann.

Ich bin gespannt wie die Spielerzahlen sein werden.

Die Organisation diese Jahr bei der WSOP 2007 ist mehr als katastrophal . Nicht nur das die Spieler stundenlange Wartezeiten beim Einschreiben in Kauf nehmen müssen, bevorzugt Harrahs seine „Diamond und Seven Star Player“ mit einem besondere „Check In Schalter“, an dem die Wartezeiten nicht drei Stunden und mehr, sondern „nur“ 60 Minuten betragen. Das Rio hat hinter dem Poker Room ein zusätzliches großes Zelt aufgebaut in dem sich ca. 50 weitere Poker-Tische befinden.

Wer bekommt wann sein Geld?

Die Zahl von 2998 Teilnehmern im $ 1500 No Limit Turnier hat das grösste Teilnehmerfeld mit Ausnahme des Main Event.
Heute kam es bei dem $ 1500 No Limit Turnier wieder zu einer schlimmen Panne . Das Turnier musste für c. 40 Minuten unterbrochen werden, da die Verantwortlichen nicht in der Lage waren die Ausgeschieden nach der Reihenfolge auszuzahlen. Es musste rekonstruiert werden ,welcher Spieler wann und auf welcher Platzposition ausgeschieden war.

Sobald ein Poker-Spieler ausgeschieden war, gab es noch einige hundert Alternates, (Warteliste der Spieler), die bis zum Ende des 4. Levels einsteigen konnten . Trotzdem waren am Ende des 1. Tages nur noch 270 Spielteilnehmer im Turnier . Im Moment 18. 26 Ortszeit sind nur noch 123 Teilnehmer im Turnier.

Im Moment laufen noch die Final tische des $ 5.000 Holdem Mix vom Freitag, das $ 1500 No Limit Holdem vom Samstag sowie das heutige Pot Limit Holdem, das nur 780 Spieler anzog, gegenüber 1101 Teilnehmer im Vorjahr.
Weiter wird noch das Omaha und 7 Stud 8 or better gespielt. Zeitgleich werden noch Sattel lites und Cash Games in jeder Größenordnung angeboten. . Der Veranstalter lässt keine Gelegenheit aus Erträge zu generieren. Die Interessen der Spieler werden dabei nicht berücksichtigt.

Ausgeschieden nach 3 Bad Beats

Ich selbst hatte nach Level 2 des $ 1500 No Limit schon 9.000.– Chips (Startkapital war 3.000). Musste aber im 3. Level 3 Bad Beats hinter einander wegstecken. Das Ende vom Lied war, dass ich danach den Weg ins Zimmer antreten musste. Hier werde ich mich nun seelisch auf das nächste Turnier vor bereiten.

Heute früh fuhr ich in das Casino Caesars Palace um dort zu schwimmen. Es ist eine wunderschönen Badelandschaft, die ich jedem nur empfehlen kann. Wenn man eine Diamond Card besitzt, wird man so richtig verwöhnt und man kann die Annehmlichkeiten von Las Vegas richtig genießen. Anschliessend genehmigte ich mir eine Massage in dem neu eröffneten Spa . Der Luxus der einem hier geboten ist schon mehr als außergewöhnlich .
Das einzige was mir in Las Vegas zu schaffen macht ist die Hitze fast 50 Grad Celsius.

Euer Henry