Lotto informiert: LOTTO Berlin zieht positive Bilanz für Berlin

– 109 Millionen Euro für Berlin im vergangenen Jahr
– 21 Millionen Euro Provision zum Erhalt der LOTTO-Läden in Berlin
– 10 Millionen Gewinne für Berliner Gesamtgewinnsumme 132 Millionen Euro

Berlin, 13. März 2009 – LOTTO Berlin hat für Kultur, Sport, Soziales und Denkmalpflege 2008 über 63 Millionen Euro Berlin zukommen lassen. „Dieses Geld bleibt in der Hauptstadt – und nützt denen, die in ihr leben und die sie besuchen“, sagt Hans-Georg Wieck, Vorstandsmitglied der Deutschen Klassenlotterie Berlin. Dieser nicht an die Spielteilnehmer ausgeschüttete Betrag teilt sich in rund 54 Millionen Euro Zweckabgaben sowie rund neun Millionen Euro Bilanzgewinn auf. Insgesamt konnten davon durch die LOTTO-Stiftung über 100 gemeinnützige Projekte in Berlin gefördert werden. Zusätzlich bekam das Land über 46 Millionen Euro an Lotteriesteuer. 132 Millionen Euro wurden als Gewinne an die Spielteilnehmer ausgeschüttet. 566 Berliner zählen zu den Großgewinnern, die mehr als 5.000 Euro gewonnen haben.

Die Berliner LOTTO-Läden erhielten in 2008 insgesamt rund 21 Millionen Euro an Provisionen ausgezahlt, was in den meisten Fällen der positiven Entwicklung der Kiezstruktur zugute gekommen ist. Insgesamt zählten im letzten Jahr durchschnittlich 1.046 LOTTO-Läden zu dem Vertriebsnetz von LOTTO Berlin. Hansjörg Höltkemeier, das u. a. für den Vertrieb zuständige Vorstandsmitglied der Deutschen Klassenlotterie Berlin, sieht sich in der Verantwortung, über ein entsprechendes Angebot von LOTTO-Läden den Spieltrieb gezielt zu kanalisieren und eine Grundversorgung an Glücksspielen für Berliner sicherzustellen. “Wir müssen uns den veränderten Käufergewohnheiten unserer Kunden anpassen, wobei aber der Erhalt des kleinen LOTTO-Ladens um die Ecke angesichts der lebenswerten Kiezstruktur in Berlin immer auch im Fokus von LOTTO Berlin steht“, sagt Höltkemeier.

Die Spieleinsätze sind 2008 dennoch um 13,4 Prozent auf rund 269 Millionen Euro gesunken. Höltkemeier führt dieses auf die allgemeine wirtschaftliche Lage, die weiter verschärften Präventionsmaßnahmen gegen die Spielsucht und auf die ungünstigere Jackpot-Entwicklung zurück.

2008 wurden von den Berlinern bei den von LOTTO Berlin veranstalteten Lotterien insgesamt rund 10,2 Millionen Gewinne erzielt. Im LOTTO 6aus49 konnte mit 4.710.456 Spielaufträgen gewonnen werden. Den größten Berliner Einzelgewinn in 2008 erzielte am 26. April 2008 in Schöneberg ein Glückspilz mit rund 3,9 Millionen Euro.

Hintergrundinformation

LOTTO-Geld bleibt in der Stadt

Rund 800.000 Spielaufträge nehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LOTTO-Läden Woche für Woche persönlich entgegen. Dass die Betreiber etwa sieben Prozent der Verkaufserlöse behalten dürfen – abzüglich einer Transaktionsgebühr von circa 0,5 Prozent –, trägt zur Existenzsicherung ihrer Geschäfte bei.

Wichtiger als Kommerz: Jugend- und Spielerschutz rechtfertigen staatliche Kontrolle

Der Gesetzgeber hat den Veranstaltern von Glücksspielen eine hohe Verantwortung übertragen. Sie sollen den natürlichen Spieltrieb der Menschen in geregelte Bahnen lenken. Das bedeutet zum einen, den Spielern attraktive Produkte anzubieten. Zum anderen verpflichtet das Gesetz dazu, negative Folgen wie beispielsweise die Spielsucht einzudämmen. Beinahe acht von zehn Deutschen sind der Meinung: Eine Balance zwischen beiden Aufgaben ist nur durch staatliche Kontrolle erreichbar.

Verantwortliches Glückspiel – eine Frage der Balance

„Kein Geld für Luxus, jeder Euro zum Nutzen Berlins“, so lautet das Credo von LOTTO Berlin. Das Unternehmen versteht sich als Dienstleister der Allgemeinheit, und eine Studie der GfK zeigt: Dieser Anspruch ist nicht zu hoch gegriffen. Das Meinungsforschungsinstitut ermittelte im Jahr 2007 für ganz Deutschland, wer die Kunden des Deutschen Lotto- und Totoblocks sind. Das Ergebnis: In allen sozialen Schichten, in allen Berufen, in allen Altersklassen und in allen Regionen gibt es das Bedürfnis zu spielen. Zum Beleg ein paar Zahlen: 33 Prozent der Deutschen sind Angestellte, 32 Prozent der LOTTO-Spieler auch. 43 Prozent der über 18-Jährigen in Deutschland haben die Mittlere Reife oder einen Fachschulabschluss, 45 Prozent der LOTTO-Spieler auch. 22 Prozent der Deutschen verdienen mehr als 3.000 Euro netto, 22 Prozent der LOTTO-Spieler auch. Es gibt nur zwei signifikante Unterschiede: Der Anteil der über 50-Jährigen an den LOTTO-Spielern ist etwas höher als an der Gesamtbevölkerung, und Männer sind spielfreudiger als Frauen.

In Berlin sind 80 Prozent der Kunden mit den Leistungen ihrer staatlichen Lotterie „sehr zufrieden“, wie Umfragen zeigen. Und zu diesen Leistungen gehören nicht nur attraktive Spielangebote. Zu den Werten der Deutschen Klassenlotterie Berlin zählt auch die jahrzehntelang gewachsene Überzeugung, gesellschaftliche Verantwortung zu tragen. Die DKLB strebt an, „den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete Bahnen zu lenken“, so wie es der Glücksspielstaatsvertrag der Bundesländer vorschreibt. Dazu gehört es zum einen, fortwährend die technischen Systeme zu optimieren, so dass sich die LOTTO-Spieler auf die Sicherheit ihrer Daten und ihrer Tipps verlassen können. Und dazu gehört zum anderen, auf jede Form von Werbung zu verzichten, die zum Kauf animiert. Stattdessen informiert die DKLB ausführlich über die Risiken des Glücksspiels und stellt sicher, dass Jugendliche unter 18 Jahren sowie suchtgefährdete Menschen am Spielen gehindert werden. Diese Linie verfolgt die DKLB besonders strikt, seitdem das Bundesverfassungsgericht das staatliche Monopol auf Sportwetten im Jahr 2006 nochmals bekräftigt hat. Die Kommunikation mit Kunden und Öffentlichkeit richtet ihren Fokus konsequent auf Information, Suchtprävention sowie Jugend- und Spielerschutz. Dabei arbeitet das Unternehmen eng mit Partnern wie der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin zusammen. Die Kooperation fand ihren Ausdruck beispielsweise in Trainings für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von LOTTO-Läden. Darin ging es unter anderem darum, wie sich eine beginnende Spielsucht bemerkbar macht und auf welche Weise darauf reagiert werden kann.

Hohler Zahn und Tropenhalle – Berlin braucht LOTTO-Mittel

Von jedem Euro, den die Berlinerinnen und Berliner für ein LOTTO– Produkt ausgeben, fließen 20 Cent an die Stiftung Deutsche Klassenlotterie. Allein 2008 sind auf diese Weise rund 63 Millionen Euro zusammengekommen. Dieses Geld bleibt in der Hauptstadt – und nützt denen, die in ihr leben und die sie besuchen.

Die Bandbreite der über 100 Vorhaben, die den Stiftungsrat im Jahr 2008 überzeugten, reichte von einmaligen Veranstaltungen, wie der Gala zum 60. Jubiläum des RIAS Kammerchors bis zu Großprojekten wie der Grundsanierung der Turmruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche sowie der Neugestaltung der Tropenhalle im Alfred-Brehm-Haus des Tierparks. Gabriele Thöne, kaufmännische Geschäftsführerin der Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH, freut sich über einen Zuschuss von 3,3 Millionen Euro: „Neben dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen sind auch neue gestalterische Elemente geplant. Beispielsweise wird den Besuchern eine Holzbrücke in fünf Metern Höhe einen faszinierenden Blick auf die Tropenwelt ermöglichen.“ In der 16 Meter hohen Tropenhalle leben Fledermäuse und Flughunde zusammen mit rund 40 exotischen Vogelarten inmitten von Palmen und Bambus. Die Wiedereröffnung ist für Ende 2009 geplant.

Gemeinnutz und Transparenz

Die seitens der Deutschen Klassenlotterie Berlin an die Stiftung zugeflossene Zweckabgabe wird zu je 25 Prozent für sportliche Zwecke sowie für Zwecke der Jugendarbeit zur Verfügung gestellt. Die darüber hinaus der Stiftung zur Verfügung stehenden Mitteln werden satzungsgemäß für soziale, karitative, dem Umweltschutz dienlichen, kulturelle, staatsbürgerliche, jugendfördernde und sportliche Zwecke verwendet. Über die Vergabe dieser Mittel entscheidet der Stiftungsrat. Das Prinzip, nach dem LOTTO-Mittel in Berlin vergeben werden, bietet den Kunden der DKLB ein Höchstmaß an Transparenz.