Paul Gauselmann spendet Brunnen zum Stadtjubiläum: Neues Wahrzeichen Espelkamps im Herzen der Stadt eingeweiht

Paul Gauselmann und Heinrich Vieker geben den Startschuss
Paul Gauselmann und Heinrich Vieker geben den Startschuss
Espelkamp. Die Stadt Espelkamp hat ein neues Wahrzeichen! Unweit des Rathauses und des Marktplatzes mitten auf dem Grünanger an der Breslauer Straße sorgt der neue Stadtbrunnen seit heute (Freitag) für einen wunderschönen Blickfang mitten in der Innenstadt. Viele Espelkamper Bürger hatten sich schon seit Jahren auf diesem „Stadtbrunnenplatz“ ein neues Wasserspiel gewünscht – jetzt erfüllte sich dieser Wunsch durch den Espelkamper Ehrenbürger Paul Gauselmann. Der Unternehmer schenkte „seiner“ Stadt anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Espelkamp“ und seines 75. Geburtstages den ideenreich gestalteten Brunnen.

„Meine Familie und ich haben Espelkamp viel zu verdanken. Die Verantwortlichen und Bürger der Stadt haben uns und unser Unternehmen immer sehr wohlwollend begleitet und unterstützt. Deswegen freuen wir uns, dass wir mit diesem Brunnen als neues Symbol der Stadt allen ein wenig Dank sagen können“, führt Paul Gauselmann aus. „Ich bin sicher, dass wir mit diesem faszinierenden Wasserspiel sowohl für die Einheimischen als auch für Besucher der Stadt einen weiteren Mittelpunkt geschaffen haben.“

Stadtteile „speisen“ Espelkamp

„Es ist nicht nur ein wunderschöner Brunnen geworden. Auch als Kunstwerk spiegelt er wie ein Denkmal mit viel Symbolik die Kraft und Stärke der Stadt Espelkamp wieder“, freut sich auch Bürgermeister Heinrich Vieker anlässlich der Einweihung des Bauwerks am Freitagvormittag. Acht Parzellen bilden den äußeren Rahmen des Springbrunnens. Sie symbolisieren die Stadtteile Altgemeinde Espelkamp, Schmalge, Frotheim, Isenstedt, Gestringen, Fiestel, Fabbenstedt und Vehlage. Die Wappen der Stadtteile sind kunstvoll in den Brunnenköper integriert und zudem angestrahlt.

50 Prozent des Wassers des Brunnens kommen demnach aus acht Fontänen in diesen Parzellen und somit sinnbildlich aus den einzelnen Stadtteilen. Die zweite Hälfte des Wassers sprudelt aus einer großen, drei bis vier Meter hohen Mittelfontäne hervor, die symbolisch für die Kernstadt Espelkamp steht. Mittig ist auch dort dreimal das Wappen Espelkamps angebracht. Die Stadt wird also im übertragenen Sinn mit dem Wasser der Region gespeist und gibt dies anteilig aus dem oberen Brunnenbecken an die Ortschaften zurück.

Anspruchsvolle handwerkliche Umsetzung

Der neue Brunnen
Der neue Brunnen
Die Grundidee zur Sinnbildlichkeit dieses Wasserspiels kam von Paul Gauselmann persönlich. Die technische Umsetzung der Ideen des Espelkamper Ehrenbürgers hat das Architektur- und Planungsbüro Jürgen Schnute übernommen.

Für Jürgen Schnute und sein Team sowie alle beteiligten Handwerker meist aus der Region war die Umsetzung der Idee des Espelkamper Unternehmers eine anspruchsvolle Herausforderung. „Alleine die Verarbeitung und der Feinschliff an den Hauptbetonkörpern hat mehrere 100 Arbeitsstunden in Anspruch genommen“, erinnert sich Schnute rückblickend. Zudem seien einige besondere technische Raffinessen eingebaut worden, die den Brunnen noch attraktiver machen.

Diese Technik für den Brunnen befindet sich in einem unterirdischen, 43 Kubikmeter großen Raum mit Wasserreservoir aus Stahlbeton. Hier ist auch die Sandfilteranlage, die chemische Wasseraufbereitung und die Drehzahlsteuerung der Pumpen installiert. Acht Düsen sorgen im Außenring für ein besonderes „Springbrunnen-Vergnügen“. In der Mittelfontäne wird durch insgesamt 30 Düsen das Wasser in eine Höhe von über drei Metern gepumpt. Stündlich werden so insgesamt bis zu 30 Kubikmeter Wasser umgewälzt. Eine hochmoderne, vielfarbige Beleuchtungsanlage mittels LED-Technik ermöglicht beispielsweise auch reizvolle Farbspiele.

Von dem Ergebnis der mehrwöchigen Arbeiten auf dem Stadtbrunnenplatz können sich nunmehr auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt überzeugen. Mit einem symbolischen gemeinsamen Druck auf den „Roten Knopf“ schalteten Paul Gauselmann und Heinrich Vieker die Pumpen des neuen Brunnens an. Unterstützt wurden sie dabei tatkräftig von Landrat Dr. Ralf Niermann und den Ortsvorstehern der Espelkamper Stadtteile. Bevor das Wasser nämlich richtig sprudeln konnte, war es an ihnen, „ihre“ Stadtteilparzellen und damit gemeinsam den gesamten Brunnen zu enthüllen.

Ein weiterer wichtiger Schritt für eine attraktivere Espelkamper Mitte

„Wir sind stolz und froh über dieses besondere Geschenk an alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt“, freuten sich so auch die Kommunalpolitiker. Beeindruckend rauscht die vier Meter hohe Fontaine des Brunnens und vermittelt die außerordentliche Kraft Espelkamps und die „Spritzigkeit“, die diese besondere „Stadt im Grünen“ ausmacht.

Für Paul Gauselmann ist nunmehr aber auch ein weiterer wichtiger Schritt getan: „Dieser Brunnen soll schließlich auch dafür sorgen, dass unsere Innenstadt und die Breslauer Straße im Zentrum nach Westen noch attraktiver wird.“ Für den umtriebigen Unternehmer ist der Brunnen aber dennoch nur ein weiterer – wenn auch großer Schritt – auf diesem Weg. „Es wird sich noch Einiges tun in der Espelkamper Mitte“, verspricht der Unternehmer. Eine Nachricht, die die Espelkamper Kommunalpolitiker gerne vernommen haben.