Zeit Konferenz im Hamburger Michel: Paul Gauselmann diskutiert über „Unternehmerische Verantwortung“

Hamburg/Espelkamp. Die deutsche Wirtschaft war mit großen Namen vertreten, als am 27. November 2009 zum ersten Mal zur Zeit Konferenz „Deutsches Wirtschaftsforum“ in den Hamburger Michel geladen wurde, um über das Leitthema „Unternehmerische Verantwortung“ zu diskutieren. Darunter auch Paul Gauselmann, Vorstandssprecher der Gauselmann AG, aus dem ostwestfälischen Espelkamp. Zusammen mit Marlehn Thieme, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Deichmann, Geschäftsführer der Heinrich Deichmann-Schuhe GmbH & Co. KG, Joachim Hunold, CEO Air Berlin und Dr. Christoph Walther, CEO CNC – Communications & Network Consulting AG bestritt er als Referent das Podium „Eigentum verpflichtet. Unternehmerische Tradition in Deutschland“. Die Moderation des Podiums hatte Theo Sommer, Editor-at-Large, DIE ZEIT.

Paul Gauselmann (Quelle: Sina Preikschat/Die Zeit)
Paul Gauselmann (Quelle: Sina Preikschat/Die Zeit)
Zu Beginn der Veranstaltung wies zunächst Altkanzler Helmut Schmidt in einem Eröffnungsgespräch darauf hin, dass der Begriff Corporate Responsibility früher nicht notwendig gewesen sei. Mit dem Schlagwort wollten heute viele zeigen: „ich bin gebildet“. Schmidt: „Man denkt, man muss Managern einen Codex geben“. Würde dieser gelebt, wie früher, müsste man ihn nicht zu Papier bringen. Schmidt verwies in diesem Zusammenhang auf den Begriff des „ehrbaren Kaufmanns“, der das Leitbild des verantwortlichen Teilnehmer am Wirtschaftleben repräsentiert und auch heute Vorbild für die Entscheider in der Wirtschaft sein sollten.

In diese Richtung argumentierte auch Paul Gauselmann, der von Moderator Theo Sommer als „Sonnenkönig der Automatenbrache“ und deutscher Marktführer vorgestellt wurde. In seinen Ausführungen machte er vor den rund 400 Gästen deutlich, dass „die Sicherung der Zukunft des Unternehmers immer die erste und wichtigste Aufgabe des Unternehmers sei – auch wenn dies zu Lasten des eigenen Profits gehe. In seinem Unternehmen wäre es im Gegensatz zu vielen börsennotierten Firmen üblich, erzielte Gewinne direkt zu re-investieren oder als Rücklage für schlechte Zeiten zurückzulegen, was sich in Zeiten einer Finanz- und Wirtschaftskrise auszahle, so der Unternehmer weiter. Darüber sei er sich zu jeder Zeit darüber bewusst, dass der Erfolg des Unternehmens auch zu einem großen Teil den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der gesamten heimischen Regionen geschuldet sei. Aus diesem Grund ist es für Paul Gauselmann, beispielsweise durch vielfältige Aktivitäten im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich, selbstverständlich, sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die gesamte Region am Erfolg teilhaben zu lassen. Die Maßnahme der Gauselmann Gruppe wie z. B. „Kapitalbausteine“ als zusätzliche Altersvorsorge für die Mitarbeiter oder die Förderung des Betriebssports als Verantwortung des Unternehmens wurden sowohl von den Mitreferenten als auch von Plenum mit großer Zustimmung bedacht.

Weitere Referenten der vier Podiumsgruppen der hochkarätig besetzen Zeit Konferenz waren: Eckhard Cordes, Jürgen Heraeus, Reinhard Clemens, Stefan Dohler, Friedrich Eichiner, Barbara Kux, Friedhelm Loh, Anton Meyer, Michael Otto, Monika Ribar, Bernhard Schreier und Theodor Weimer.

Das Wirtschaftsforum klang mit einer exklusiven Abendveranstaltung im Grand Elysée Hamburg mit Giovanni di Lorenzo, Günther Jauch und Heinz Rudolf Kunze aus, bei die Teilnehmer der Konferenz noch einmal die Möglichkeit wahrnahmen, sich intensiv auszutauschen.