Suchtprävention, die mitwächst!

*Zahlen und Fakten: Wie Kinder und Jugendliche stark gemacht werden*

Junge Menschen in ihrem Alltag zu stärken, ist ein zentrales Anliegen der Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH, denn gerade in jungen Jahren werden wichtige Weichen für das spätere Leben gestellt. Nur eine früh einsetzende Prävention, die alltägliche Themen wie den ersten Alkohol, Shisha-Rauchen bei Freunden und Freundinnen oder die neusten Spiele im Internet altersgerecht aufgreift, kann Schutzfaktoren bei Heranwachsenden stärken und Risiken minimieren. Aus diesem Grund ist die Fachstelle stolz auf die erfolgreiche Umsetzung von Programmen und Projekten, die hier ansetzen:

Mit dem Programm *„PEaS – Peer Eltern an Schule“* werden Eltern von Kindern der 3. bis 6. Klassen erreicht: In kostenlosen Kursen werden Mütter und Väter zu Peer-Eltern ausgebildet, das heißt zu Eltern, die ihr suchtpräventives Wissen an andere Eltern weitergeben und Projekte vor Ort gemeinsam mit der Schule gestalten. Auf der Agenda der Elternkurse stehen beispielsweise Alkohol, Handy, Computer, Tabak und themenübergreifend die Zeit der Pubertät.

|^. >90%|der teilnehmenden Eltern im Schuljahr 2012/2013 konnten nach ihrem PEaS-Kurs besser mit ihren Kindern über das Thema Suchtmittelkonsum reden.|
|^. 105|Mütter und Väter wurden in Tempelhof-Schöneberg und Reinickendorf zu Peer-Eltern ausgebildet.|
|^. 22|in 2013 geschulte PEaS-Trainer/innen aus Neukölln, Reinickendorf und Lichtenberg werden in den kommenden Schuljahren selbst Eltern an Grundschulen ausbilden.|

Dank einer neuen Kooperation mit der Alice Salomon Hochschule Berlin wird die Ausbildung zum/r PEaS-Trainer/in im März 2014 erstmalig in den Räumen der Hochschule angeboten – eine gute Möglichkeit, qualifizierte Fachkräfte für die Arbeit als Trainer/in zu gewinnen und ein wichtiger Schritt zur berlinweiten Umsetzung des Programms.

An junge Menschen in der Berufsausbildung richtet sich *Prev@Work*, ein erfolgreich evaluiertes Programm, das Suchtprävention als Bestandteil im betrieblichen Gesundheitsmanagement verankert. Auszubildende werden in Seminaren zu Suchtgefahren sensibilisiert und erwerben durch Reflexion des eigenen (Konsum-)Verhaltens einen Zuwachs an Risikokompetenz. Auch die Beratung von Entscheidungsträger/innen und die Fortbildung von Ausbilder/innen gehört zum Programm.

|^. 1086|Auszubildende und 58 Ausbilder/innen konnten bislang mit den Präventionsseminaren der Fachstelle für Suchtprävention erreicht werden, davon 186 Auszubildende allein in diesem Jahr.|
|^. 169|Fachkräfte aus Suchtpräventionsfachstellen, berufsbildenden Schulen und Betrieben aus 10 Bundesländern wurden zu Prev@WORK-Trainer/innen ausgebildet.|
|^. 530|Auszubildende sowie Ausbilder/innen wurden zusätzlich durch diese externen Trainer/innen geschult.|

Der große Erfolg von Prev@Work zeigt sich besonders mit Blick auf die Benennung des Programms als „gutes Praxisbeispiel in der betrieblichen Suchtprävention“ u.a. im Rahmen des Europäischen EWA-Projektes (European Workplace and Alcohol) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, sowie im Fehlzeitenreport 2013 der AOK (WIDO).

Um Jugendliche fernab von Schule und Arbeit zu erreichen, hat die Fachstelle für Suchtprävention auch in diesem Jahr einen *Taschenkalender* aufgelegt: *„my 2014“* soll junge Menschen das ganze Jahr begleiten und sie gleichzeitig über Themen informieren, die ihnen im Alltag begegnen. So geht es z.B. um die Risiken von Alkohol, Shisha und illegalen Drogen, um Sportwetten als eine Form von Glücksspiel, die bei Jugendlichen besonders beliebt ist, oder Medikamentenmissbrauch.

|^. 10.000|Exemplare des Taschenkalenders „my 2014“ wurden in diesem Jahr produziert. Der Jugendkalender erscheint bereits zum 3. Mal.|
|^. 140|Seiten stark ist der Kalender, der Wissensbeiträge und ein Quiz im Jahr 2014 verankert.|

Der *kostenlose* Taschenkalender kann, so lange der Vorrat reicht, im Rahmen einer einmaligen *Abholaktion am 06.12.2013, ab 8:30 Uhr, in der Mainzer Str. 23, 10247 Berlin-Friedrichshain* abgeholt werden – ein Angebot für Eltern, Pädagogen und Pädagoginnen sowie andere Akteure, die mit Jugendlichen im Kontakt sind.

Zu dem Erfolg der Programme und Projekte haben unsere Partner einen wichtigen Beitrag geleistet. Im Namen der Fachstelle für Suchtprävention bedankt sich Geschäftsführerin Kerstin Jüngling bei der AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, der AOK Sachsen-Anhalt – Die Gesundheitskasse, der Alice Salomon Hochschule Berlin, dem Bundesministerium für Gesundheit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der DAK Gesundheit und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft für ihre Unterstützung. Unser besonderer Dank gilt der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, die die Fachstelle für Suchtprävention finanziert.

Weitere Informationen zu den Programmen und Projekten der Fachstelle für Suchtprävention finden Sie unter „www.berlin-suchtpraevention.de“:http://www.berlin-suchtpraevention.de